Kreuzfahrt und der Besucheransturm

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Besucheransturm

Santa Cruz de La Palma erstickt -

Besu­cher­an­sturm und es wird eng in den Gas­sen der Haupt­stadt, wenn ein gro­ßes Kreuz­fahrt­schiff im Hafen liegt. Noch extre­mer bei gleich­zei­ti­gem Anlan­den von meh­re­ren Oze­an­rie­sen. 5.000 zusätz­li­che Besu­cher strö­men in Mas­sen durch die engen Stra­ßen und machen San­ta Cruz de La Pal­ma zu einem Rum­mel­platz.

Besucheransturm

 

Schön für die Pas­sa­gie­re die ger­ne mit einem Amei­sen­hau­fen unter­wegs sind. Weni­ger ange­nehm für die Bewoh­ner der Insel, die an die­sem Tag mög­lichst die Haupt­stadt mei­den und ihre Erle­di­gung auf einen ande­ren Tag ver­le­gen. Nur an wel­chem Tag ist die Stadt “Tou­ris­ten­frei”?

Für eine Stadt mit gera­de ein­mal 17.500 Ein­woh­ner wirkt die­ser Run wie eine Inva­si­on …und wenn dann noch die AIDA-Rad­ler durch die Stra­ßen schlän­geln …

Besucheransturm

Immer mehr und grö­ße­re Kreuz­fahrt­schif­fe kom­men nach La Pal­ma. Frü­her noch etwas beson­de­res, wenn im Monat nur “ein Schiff” im Hafen ange­legt hat. Heu­te kommt fast täg­lich eine AIDA, TUI Mein Schiff oder ein Kreuz­fah­rer von P&O, Hapag-Lloyd oder Cunard vor­bei.

Natür­lich ist es für die Pas­sa­gie­re ver­lo­ckend in nur weni­gen Minu­ten Fuß­marsch die his­to­ri­sche Alt­stadt von San­ta Cruz de La Pal­ma zu errei­chen. Durch den Besu­cher­an­sturm kann aller­dings das ech­te Flair und die wah­re Atmo­sphä­re der Win­kel und Bau­lich­kei­ten nur erahnt wer­den. Das ech­te pal­me­ri­sche Leben zu spü­ren, ist so nicht mög­lich.

Hier eine Tas­se Kaf­fee dort ein klei­nes Sou­ve­nir – viel Geld las­sen die Kreuz­fahrt­gäs­te ohne hin nicht in der Stadt. Im Moment kein gro­ßer wirt­schaft­li­cher Nut­zen für La Pal­ma. Anre­gun­gen holen und das nächs­te Urlaubs­ziel ent­de­cken. Das wäre auch ein Nut­zen für die Insel und das ört­li­che Gewer­be.

Besucheransturm wird langsam bedenklich

Pal­me­ros sind von Natur aus freund­li­che Men­schen. Auch dem Besu­cher­an­sturm wird (noch) mit einem Lächeln begeg­net. Inter­es­san­ter und pro­duk­ti­ver viel­leicht an die­sem Tag auch das Hin­ter­land im Süden, Wes­ten oder Nor­den zu besu­chen. Es gibt auf La Pal­ma vie­le her­vor­ra­gen­de Aus­flugs­zie­le. Die schöns­ten habe ich in mei­nem Buch beschrie­ben.

Kei­ner möch­te Situa­tio­nen wie in Vene­dig, Bar­ce­lo­na, Mal­lor­ca oder Dubrov­nik und im eige­nen tou­ris­ti­schen Erfolg zu ersti­cken. Zwangs­gel­der, Kur­ta­xen oder Ein­tritts­gel­der sind dort die Kon­se­quen­zen. Es liegt im Inter­es­se der Ree­de­rei­en die dar­aus den größ­ten Nut­zen zie­hen, ihre Anfahrts­plä­ne abzu­stim­men und kei­ne Rie­sen­pöt­te nach La Pal­ma zu schi­cken. Auch könn­te die hie­si­ge Hafen­be­hör­de den täg­li­chen Schiffs­zu­lauf regu­lie­ren.

Die Tou­ris­mus­för­de­rung darf des Guten nicht zuviel tun. Wo viel Licht ist, ist auch viel Schat­ten. Noch ist es Zeit den zukünf­ti­gen Besu­cher­an­sturm schmerz­frei in ver­träg­li­che Bah­nen zu len­ken. So kön­nen die Gäs­te in Ruhe die Alt­stadt besich­ti­gen und die Ein­woh­ner gewohnt ihrer Beschäf­ti­gung nach­ge­hen.

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