Ein ausgewogenes Klima

La Palma, obwohl Teil der kanarischen Inseln, unterscheidet sie sich stark von seinen Nachbarn. Durch die westliche Lage und ihre Höhe erreicht sie an einigen Orten im Norden Niederschlagsmengen die kaum in Deutschland erreicht werden. Bis zu 900 mm pro m² im Jahr.

Das Klima der Kanaren wird geprägt von Breitengrad, Wind und Wasser. Im Sommer liegen die Kanaren voll in der Passatzone, was zur Folge Kühlung durch den ständig wehenden Passatwind bringt; aber auch, dass das Wetter regenfrei bleibt. Im Winter hingegen, wenn die Passatzone weiter nach Süden wandert, können die regenbringenden atlantischen Zyklone bis zu den Kanaren vordringen.
Die Ostseite von La Palma bekommt im Jahresschnitt mehr Niederschläge ab als die Westseite. Der Passatwind bildet auf der Ostseite mächtige Wolken aus, die viel Feuchtigkeit abgeben. Der Westen La Palma's dagegen leer ausgeht. Der Bergrücken, der auf La Palma von Nord nach Süd verläuft, wirkt wie eine Wetterscheide. Der Nordostpassat-Wind treibt die Wolken häufig auf die Inselmitte, so dass es in den höheren Lagen der Ostseite immer etwas feucht bleibt, was zu einer immergrünen, schönen, teilweise subtropischen Vegetation führt. Die ganze Ostseite ist deshalb viel grüner und wildblumenreicher als die Westseite, was besonders deutlich in den Sommermonaten zu sehen ist.

    


Der Westen ist trocken, mit wesentlich mehr Sonnenscheinstunden. Die durchschnittliche Temperatur liegt bei 20° C. Im Sommer kann das Thermometer bis zu 28° C klettern.  Im Januar gibt es Tage, an denen die Temperatur in der Nacht bis auf +12° C absinkt.
Der abgekühlte Kanarenstrom (Golfstrom) bringt zusätzlich ein wenig Kühlung. Die Wassertemperatur liegt zwischen 18° im Winter und 23° im Sommer.

Das alles muss man unter dem Aspekt sehen, dass nur wenige hundert Kilometer entfernt die glühende Sahara liegt. Bei entsprechenden Wetterlagen und Südostwind werden Tonnen von Staub aus der Sahara selbst bis nach La Palma getragen. Die Luft über den Inseln sieht dann dunstig aus und alles ist mit rötlich- braunem Staub überzogen. Die Temperaturen können dann bis auf über 40° C ansteigen, bei weniger als 20% Luftfeuchtigkeit.. Diese Wetterkonstellation wird Calima genannt und dauert in der Regel nicht länger als 3 oder 4 Tage an.

Auch geben alte Menschen von La Palma Zeugnis ab des Klimawandels. Früher so sagen alle, hat es im Winter wochenlang wie aus Kübeln gegossen und im Sommer war es wochenlang tropisch heiß. Das scheint sich die letzten 50 Jahre geändert zu haben.

 

Als Grundregel kann gesagt werden, daß die Mittagstemperaturen im Sommer nicht über 28° C und im Winter nicht unter +18° C liegen. Ein ausgeglicheneres Klima als auf La Palma werden Sie in Europa nirgendwo finden.