Die Infrastruktur

Wohl kaum eine Region hat sich durch die Mitgliedschaft in der Europäischen Union so schnell und nachhaltig verändert wie die Insel La Palma. Enorme Investitionen in die Infrastruktur haben neue Sozialstrukturen geschaffen.

Seehafen

 In Santa Cruz de La Palma liegt der Seehafen und ist die wichtigste Anlaufstelle für Im- und Exporte. Seit 2008 ist er auch als EU-Aussenhafen anerkannt d.h. Schiffe aus nicht EU Ländern können direkt La Palma anlaufen und hier ihre Zollformalitäten erledigen. In den Wintermonaten werden fast täglich große Kreuzfahrtschiffe erwarten. Der Hafen wird zur Zeit räumlich erweitert und soll bis Ende 2008 fertiggestellt sein. Daneben gibt es noch kleinere regionale Häfen in Puerto Tazacorte und Espindola in San Andres y Sauces.


 

Internationaler Flughafen

 Der internationale Flughafen von La Palma wird von mehreren Fluglinien direkt angeflogen. Auch aus Deutschland kommen Condor, AirBerlin und TUIfly mehrmals wöchentlich sowie Direktflüge aus Holland, Belgien und England. Madrid wird täglich von Iberia angeflogen. Mehrere Flugverbindungen täglich zu den Nachbarinseln, die mit den Regionalfluggesellschaften BinterCanarias und IslasAirways erfolgen.
 

Straßennetz

Die Land – und Stadtstraßen sind alle asphaltiert und in gutem Zustand und somit sehr gut zu befahren, selbst in abgelegenen Gegenden kommt man heute ohne einen Geländewagen voran. Bei einem direkten Vergleich mit so manchen deutschen Straßen schneidet La Palma um einiges besser ab. Autobahnen sind nicht vorhanden. Stau´s sind praktisch unbekannt. Durch den Neubau eines 2,6 km langen zweiten Tunnel von der West- zur Ostseite behindert auch der LKW-Verkehr nicht mehr. Mit dem öffentliches Bussystem ist fast jeder Ort erreichbar.

Elektrizität

Das Stromnetz und die Elektrizitätsversorgung der Insel wird vom spanischen Monopolisten UNELCO dominiert. Ein Schwerölkraftwerk bei Santa Cruz liefert 95 % der benötigten Energie. Daneben sind in den letzten Jahren Windkraftanlagen entstanden. Die Nutzung der Wasserkraft spielt eine nur untergeordnete Rolle. Im Bau ist bei Tijarafe auf der Nordwestseite eine große Solaranlage, von deutschen Investoren finanziert, die bis Ende 2008 ans Netz gehen soll. Das Kilowatt Strom kostet zur Zeit 0,095 € mit leicht steigender Tendenz ab den kommenden Monaten. Die Hauptstadt Santa Cruz de La Palma war neben Paris, London und Berlin eine der ersten europäischen Städte, die bereits 1895 eine elektrische Strassenbeleuchtung einführte.

Wasser

Trinkwasser gibt es auf La Palma im Überfluss. Durch die starken winterlichen Regenfällen, die über dem deutschen Jahresniederschlag liegen, steht 12 Monate im Jahr Trinkwasser von sehr guter Qualität zur Verfügung. Durch fehlende Rückhaltesysteme geht allerdings ein Großteil des Niederschlages Richtung Meer verloren. Die Wasserversorgung erfolgt meist über ein Kanalsystem, in den Städten über Wasserleitungen. Die Wasserrechte liegen traditionell in privater Hand. Der aktuelle Wasserpreis liegt bei 1,65 €/m³.

Kommunikation

Bereits seit 1992 ist die Insel digitalisiert. Telefonanschlüsse sind fast überall vorhanden. Auch das Mobiltelefonieren, außer in tiefen Schluchten, ist kein Problem. Für Internetanschlüsse wird ADSL mit 3,0 MBit eingesetzt. Es gibt eine Reihe von Anbietern, wobei der Telefonriese TELEFONICA, den Markt beherrscht. Fernseh- und Rundfunkempfang ist über Satellit möglich. Allein aus Deutschland können über 60 Programme gesehen und gehört werden. Eine eigene Tageszeitung gibt es nicht. Lokalberichterstattung findet man aber in den täglich erscheinenden Teneriffa Zeitungen.

Post

Bei der Brief- und Paketpost müssen auf La Palma Abstriche gemacht werden. Es kommt wohl alle Post an, aber nicht mit der deutschen Schnelligkeit. Briefe dauern von oder nach Deutschland ca. 1 Woche, bei Paketen können es auch schon mal 3 Wochen sein. Postämter sind in allen größeren Ortschaften vorhanden.

Nahrungsmittelversorgung 

Es gibt verschieden spanische Supermarktketten, welche sich rund um die Insel verteilen. Discounter oder Billiganbieter gibt es nicht. Hier fehlt noch die Konkurrenz. Sie finden in fast allen Dörfern und Städten eine oder mehrere kleine Möglichkeiten einzukaufen. Die Lebensmittelpreise liegen zum Teil erheblich über den deutschen Preisen. Die großen Supermärkte sind von 9.00 Uhr bis 21.00 Uhr täglich von Mo.-Sa. geöffnet. In den großen Städten können Sie eine Vielzahl an Boutiquen besuchen, welche zum Teil Insel spezifische Waren, aber natürlich auch internationale Waren anbieten. Die Öffnungszeiten sind von 9.00-13.00 Uhr und von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr. Samstags von 9.00Uhr bis 13.00 Uhr. 

Gesundheitswesen

Das palmerische Gesundheitswesen entspricht nicht dem deutschen Qualitätsstandard. Sowohl die über die Insel verteilten Centro Salud (kleine Gesundheitszentren), als auch das einzige Hospital General mit 230 Betten, leiden unter dem Mangel von Ärzten und qualifiziertem Pflegepersonal. Technisch ist das Hospital auf dem neuesten Stand und mit modernsten Gerätschaften ausgestattet. Für die Unfall- und Bergrettung wird ein Helikopter eingesetzt. Schwierige Behandlungsfälle werden direkt nach Teneriffa ausgeflogen. Daneben gibt es noch mehrere private Ärzte, auch deutsche Fachärzte. Die Medikamentenversorgung ist gut und wesentlich günstiger als die deutschen Apothekenpreise.

Banken

Ein Bankennetz, dem deutschen vergleichbar und technisch auf dem neuesten Stand, überzieht die ganze Insel. Vertreten sind auch Geschäftsstellen von internationalen Grossbanken, wie Deutsche Bank oder Santander.

Konsulat

In der Hauptstadt Santa Cruz de La Palma befindet sich das Deutsche Honurarkonsulat. Das nächste deutsche Vollkonsulat mit allen Vollmachten, hat seinen Sitz in Las Palmas de Gran Canaria und ist für alle Kanarischen Inseln zuständig.

Internationale Sternwarte

Das Astrophysische Observatoruim liegt auf dem höchsten Berg der Insel La Palma, auf dem 2436 m hohen Roque de los Muchachos. Das mit zu den weltgrößten zählende Observatorium liegt in einem Areal von mehreren qkm.
Vorbei an mehreren Gebäuden, es sind Unterkünfte für Forscher, passiert man das offene Spiegelteleskop MAGIC IACT. Dieses Teleskop ist für die Messung von Gamma-Strahlen erbaut worden. Beteiligt ist neben Italien und Spanien auch Deutschland. Der Spiegel ist 246 qm groß und hat einen Durchmesser von 17 m und wurde im August 2004 in Betrieb genommen.
Etwas oberhalb ist das von den Engländern betriebene Wilhelm Herschel Teleskop WHT an ihrer leuchtend weissen Kuppel zu erkennen. Planeten, Asteroiden, Kometen, Schwarze Löcher und Galaxien werden hier beobachtet.
Etwas abseits der Straße ist das silberglänzende neue Gran Telescopio de Canarias, kurz auch GRANTECAN genannt, zu sehen. Dieses zur Zeit weltgrößte Teleskop mit einem Spiegeldurchmesser von 10,40 m befindet sich im Probebetrieb und soll bis Ende 2008 seinen Regelbetrieb aufnehmen. Dieses Teleskop hat eine bessere Auflösung als das die Erde umkreisende Hubble-Teleskop. Von hier aus könnte man eine brennende Kerze in Moskau erkennen, wäre da nicht die Erdkrümmung.
Voraus sind die holländischen und schwedischen Sonnentürme zu sehen. Diese Observatorien sind die Einzigen im Gelände, wo auch am Tage gearbeitet wird.

 Sogar der Himmel auf La Palma ist etwas besonderes. Durch das Gesetz gegen Lichtverschmutzung geschützt und dank der besonderen atmosphärischen Bedingungen eignet sich der Nachthimmel der Insel ideal zu astronomischen Beobachtungen.

Dies ist nur ein Ausschnitt der wichtigsten infrastrukturellen Fakten der Insel La Palma. Daneben gibt es noch Museen und sonstige kulturelle Einrichtungen. Wenn Sie sich dafür interessieren empfehle ich Ihnen die offizielle La Palma Seite


 

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