Die Steuervorteile im Detail

Körperschaftssteuer


Die Unternehmen der ZEC unterliegen der spanischen Körperschaftssteuer zu einem reduzierten Steuersatz von 4 %. Der in Spanien anzuwendende normale Steuersatz liegt ab dem Jahr 2008 zwischen 25 und 30 %. Der für den besonderen Steuersatz von 4 % anzuwendende Höchstbetrag der Bemessungsgrundlage richtet sich nach der Anzahl der geschaffenen Arbeitsplätze und der von dem ZEC-Unternehmen ausgeübten Geschäftsaktivität.

Neuschaffung von Arbeitsplätzen

Industrie

Dienstleistungsbereich

Andere Leistungen*

3 - 8 Arbeitsplätze

1.800.000 € 

1.500.000 € 

1.125.000 € 

9 - 12 Arbeitsplätze

2.400.000 € 

2.000.000 € 

1.500.000 € 

13 - 20 Arbeitsplätze

3.600.000 € 

3.000.000 € 

2.250.000 € 

21 - 50 Arbeitsplätze

9.200.000 € 

8.000.000 € 

6.000.000 € 

51 - 100 Arbeitsplätze

21.600.000 € 

18.000.000 € 

13.500.000 € 

mehr als 100 Arbeitsplätze

120.000.000 € 

100.000.000 € 

75.000.000 € 

*Als andere Geschäftsaktivitäten gelten: Großhandel und Großhandelsvermittlung (außer bei Fahrzeugen mit Motor und Krafträdern); Reisebüros, Einzel- und Großhandel sowie andere Aktivitäten im Tourismussektor; Aktivitäten im Informatikbereich; Aktivitäten im juristischen Bereich, der Buchhaltung, des Rechnungswesens, Steuerberatung, der Markt- und Meinungsforschung; Consulting und Unternehmensberatung; Verwaltung von Investmentgesellschaften; Werbewirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit

                                                           

Doppelbesteuerungsabkommen, EU-Mutter-Tochterrichtlinie und Einkommensteuer für Nichtansässige

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Die Kanarischen Inseln gehören zum spanischen und europäischen Hoheitsgebiet, aus diesem Grund:

  • Gelten für die Unternehmen der ZEC die von Spanien unterzeichneten Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung.
  • gemäß der EU-Mutter-Tochter-Richtlinie die ausgeschütteten Gewinne von Tochtergesellschaften, die ZEC-Unternehmen sind, an die Muttergesellschaften mit Sitz in einem anderen Land der Gemeinschaft steuerfrei.
  • Die Bestimmungen der ZEC sehen vor, dass die vorgenannten Steuerbefreiungen auch für Gewinne von Ansässigen aus Ländern, die nicht Mitgliedstaaten der EU sind, gelten, wenn diese Gewinne von einem ZEC-Unternehmen ausgezahlt werden und aus Geschäftsvorgängen stammen, die tatsächlich im geografischen Geltungsbereich der ZEC durchgeführt wurden.
  • Natürliche Personen: Zinsen und sonstige Einkünfte aus der Kapitalüberlassung an Dritte, sowie Vermögenszuwächse, die aus beweglichen Gütern herrühren, die Nichtansässige in Spanien ohne eine permanente Niederlassung erzielen.
  • Juristische Personen: Gewinne, die von sich in Spanien befindlichen Filialen an ihre Muttergesellschaften ausgeschüttet werden.

Diese Befreiungen gelten jedoch nicht, wenn die Einkünfte aus Ländern oder Gebieten stammen, mit denen es keinen tatsächlichen Austausch über Steuerinformationen gibt oder die Muttergesellschaft ihren Steuersitz in einem dieser Länder oder Gebiete hat -  also auf klar-deutsch: sog. Steueroasen sind ausgeschlossen.

Steuer auf Vermögensübertragungen und beurkundete Rechtsgeschäfte


Die Unternehmen der ZEC sind in folgenden Fällen von dieser Steuer befreit:

  • Beim Erwerb von Gütern oder Rechten, die dem Betriebszweck innerhalb des geografischen Anwendungsbereichs dienen.
  • Bei allen Gesellschaftsvorgängen von ZEC-Unternehmen mit Ausnahme der Auflösung des Unternehmens.
  • Bei beurkundeten Rechtsakten von Unternehmen innerhalb des geografischen Geltungsbereichs der ZEC.

Die Kanarische Mehrwertsteuer (IGIC)


Bei der Impuesto General Indirecto Canario (IGIC) handelt es sich um eine den Endverbrauch belastende indirekte Steuer, die der Mehrwertsteuer gleichzusetzen ist. Die wichtigste Besonderheit der IGIC-Steuer ist ihr reduzierter Satz von zur Zeit  7,0 %.

Generell sind die ZEC-Unternehmen bei Lieferungen von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen untereinander, sowie beim Import von Gütern von dieser Steuer befreit.