Weitere Investitionsanreize

Neben den übigen ZEC Steuererleichterungen gibt es eine Reihe weiterer  Investitionsprogramme die    Steuerermässigungen oder sonstige Erleichterungen vorsehen:

  Rücklage für Investitionen auf den Kanarischen Inseln (RIC)


Unternehmen, die der Körperschaftssteuer unterliegen, können bei jenen Beträgen ihrer Gewinne, die sie für die RIC verwenden, die Bemessungsgrundlage dieser Steuer um bis zu 90 % der nicht ausgeschütteten Gewinne (dies gilt nur in Bezug auf ihre Niederlassungen auf den Kanarischen Inseln) reduzieren. Diese Beträge sind innerhalb einer Frist von maximal drei Jahren in Form von Investitionen umzusetzen.

Einkommensteuerpflichtige, die ihre Nettoeinkünfte mittels der direkten Gewinnermittlungsmethode ermitteln, haben dementsprechend ein Recht auf Steuerabzüge.


Vergünstigung der Steuerquote für die Produktion materieller Güter auf den Kanarischen Inseln


Dieser Steueranreiz besteht in einer Ermäßigung von 50% der Steuerquote von Einkünften aus dem Verkauf materieller Güter, die auf den Kanarischen Inseln erzeugt wurden. Bei Einkommensteuerpflichtigen wird die Vergünstigung auf den Teil der Steuerlast angewandt, der proportional den von der Vergünstigung betroffenen Einkünften entspricht.

Diese Vergünstigung verfolgt das Ziel, die Produktion auf dem kanarischen Archipel zu fördern und kann sowohl von körperschaftssteuerpflichtigen Unternehmen als auch einkommensteuerpflichtigen Personen in Anspruch genommen werden, wobei die Gewinnermittlung bei Letztgenannten über die direkte Gewinnermittlungsmethode zu erfolgen hat. Diese Unternehmen oder Personen müssen ihren Geschäftssitz auf dem Archipel oder in anderen Gebieten, solange die materiellen Güter auf dem Archipel produziert werden und diese über eine Zweigstelle oder ständige Niederlassung auf den Kanarischen Inseln verfügen.


Steuerabzüge für Investitionen auf den Kanarischen Inseln


Es handelt sich um einen Steueranreiz, der nach den Abzügen gemäß Doppelbesteuerungsabkommen und möglichen Vergünstigungen, eine weitere Verminderung der Steuerquote bewirkt. Die Höhe der Abzüge ergibt sich aufgrund festgelegter Prozentsätze für die jeweils realisierte Investition im Verhältnis zur Gesamtsumme der durchgeführten Investitionen.Die Steuerabzüge können von folgenden Unternehmen und Personen genutzt werden:

  • Körperschaftssteuerpflichtigen Unternehmen mit Sitz auf den Kanaren für auf dem Archipel durchgeführte und verbleibende Investitionen.
  • Gesellschaften und anderen juristischen Personen, die ihren Steuersitz nicht auf den Kanarischen Inseln haben, für von ständigen Niederlassungen auf dem Archipel realisierte und verbleibende Investitionen.
  • Natürliche Personen, die auf den Kanaren eine unternehmerische Tätigkeit ausüben, sofern sie die im Einkommensteuergesetz enthaltenen Voraussetzungen erfüllen.


Andere Befreiungen


Weiter gewährt das Wirtschafts- und Steuersystem der Kanaren (REF) zur Förderung der Investition auf den Kanarischen Inseln Befreiungen bei der Steuer auf Vermögensübertragungen und dokumentierte Rechtshandlungen und der Kanarischen Mehrwertsteuer (IGIC). Diese Befreiungen gelten unter bestimmten Bedingungen für körperschaftssteuerpflichtige Unternehmen mit Firmensitz zu Steuerzwecken auf den Kanarischen Inseln und für Unternehmen mit ständigen Niederlassungen auf den Kanarischen Inseln.

Freihandelszonen


Diese Gebiete sind ideal für all jene Unternehmen, die einen Teil ihrer Waren exportieren oder importieren, oder Unternehmen, die im internationalen Handel tätig sind. Diese Gebiete bieten eine Reihe von Vorteilen bei der Ein- und Ausfuhr von Waren und erleichtern den internationalen Handelsverkehr mit den Kanarischen Inseln. Gegenwärtig gibt es eine Freihandelszone auf Gran Canaria und eine weitere auf Teneriffa. Die kanarischen Freihandelszonen unterscheiden sich von den übrigen der Europäischen Union, da für den aktiven Veredelungsverkehr nicht die sonst gültigen wirtschaftlichen Bedingungen gelten.

Außerdem, handelt es sich bei der Freihandelszone von Teneriffa um eine Kontrollzone vom Typ II. Das bedeutet, dass es eine offene, nicht abgegrenzte Freihandelszone ist, die sich auf den gesamten Hafen von Santa Cruz de Tenerife erstreckt. Es ist die erste offene Freihandelszone in Spanien und die zweite in Europa.


Das Sonderregister für Schiffe und Schiffahrtsunternehmen  (REB)


Mit diesem System soll die Konkurrenzfähigkeit der kanarischen Schifffahrtsunternehmen und Häfen erhöht werden da die in diesem Register eingeschriebenen Unternehmen Steuerbefreiungen erhalten.

In das Register können Handelsschiffe der Küsten- und internationalen Überseeschifffahrt sowie Schifffahrtsunternehmen eingeschrieben werden, die vollständig der Kontrolle durch die Organe der Autonomen Kanarischen Regierung unterliegen oder eine Niederlassung bzw. einen Repräsentanten auf dem Archipel haben.